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Obama '08

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Change can happen

Filed under: Politik — Mathias at 7:31 pm (CET) on Thursday, November 13, 2008

celebration.jpgDas erste mal seit 1964 waehlt Indiana demokratisch. Und ich habe zu mindestens einer Stimme (natuerlich indirekt) beigetragen. Die New York Times hat tolle interaktive Karten zur Wahl, die unter anderem illustrieren, wie sich die Stimmanteile im Vergleich zu vergangenen Wahljahren bewegt haben.

indiana.png
Und auf Flickr gibt es ein Fotoalbum, das schoen zeigt, wie die Wahl in Bloomington erlebt wurde (und auch wie schoen Bloomington im Herbst ist). Ich selber habe am Wahlabend an einer Wahlparty teilgenommen und hoffe, bald an die Fotos zu kommen.

:-)

Endlich…

Filed under: Politik — Mathias at 8:39 pm (CET) on Tuesday, November 4, 2008
voting_span.VA.jpg

US-Wahl “Angst”

Filed under: Politik — Mathias at 9:00 pm (CET) on Saturday, November 1, 2008

Klasse Artikel in der New York Times, der ziemlich genau das beschreibt, was ich hier gerade durchlebe.

Primary Election II

Filed under: Politik — Mathias at 7:53 pm (CET) on Wednesday, May 7, 2008

Nur 14413 14195 Stimmen mehr bekam Clinton in der Vorwahl der Demokraten des Bundesstaates Indiana und das bei insgesamt fast 1,3 Millionen Waehlern. Mit jeder Stunde nach der Schliessung der Wahllokale nahm die Spannung zu. Bei 99% ausgezaehlter Stimmen wird sich aber leider nicht mehr viel tun. Wenn es nur nach den Waehlern in Monroe County (der Bezirk, in dem Bloomington liegt) gegangen waere, dann haette Obama 66% zu 34% gewonnen (siehe die Grafik)! Einsame Spitze suedlich von Indianapolis.

monroe.png

Obamamania

Filed under: Dies und Das, Politik — Mathias at 5:23 am (CET) on Friday, May 2, 2008

Obama besuchte gestern Bloomington und hielt eine Rede in der Basketballhalle der Universitaet. Ich wusste ja schon, dass er ein sehr inspirierender Redner ist, aber ihn “live” zu sehen beeindruckte mich nochmal mehr. Wenn alles gut geht, koennte einer der schlechtesten von einem der besten Praesidenten der USA abgeloest werden. Daumen druecken und auf die Bilder hier, wenn ihr mehr sehen wollt.Change we can believe inSpin-CityGrace und ichObamaSoul-Fuel

Politics and Sports

Filed under: Politik, Sport — Mathias at 3:18 am (CET) on Monday, April 7, 2008

Indiana rueckt immer mehr ins Zentrum des Kopf an Kopf Rennens zwischen Barack Obama und Hillary Clinton. Letze Woche kamen Bill Clinon und seine Tochter nach Bloomington und heute hielt Dave Matthews ein Konzert mit freiem Eintritt ab, um Obama zu unterstuetzen und um Studenten zu motivieren sich fuer die Wahl “anzumelden”. Um an den Vorwahlen teilnehmen zu koennen, muessen sich die Buerger in Indiana bis zum 7. April registrieren lassen, da es in den USA so etwas wie ein Anwohnermeldeamt nicht gibt. Geruechten zufolge werden Barack Obama und Hillary Clinton Bloomington noch mindestens einmal besuchen. Indiana ist zum ersten Mal seit 40 Jahren wieder eine wichtige Stimme im Rennen um die Praesidentschaftskandidatur der demokratischen Partei.

Auch im Sport gibt es gute Nachrichten: Dirk Nowitzki spielt wieder (nach nur vier Ausfaellen!) und die Mavs schlugen heute in einem spannenden Spiel die Suns, nachdem sie am Donnerstag fast gegen die Lakers gewonnen hatten. Wenn es so weiter geht, werden sie die “Play-Offs” sicher erreichen.

Primary Elections

Filed under: Studium, Politik — Mathias at 11:51 pm (CET) on Monday, February 11, 2008
ObamaObwohl Indiana erst am 6. Mai an der Reihe ist, haben sich an der Uni schon viele Studenten in Wahlgemeinschaften zusammen geschlossen. Ich bin zum Beispiel in der Gruppe “IU Studenten fuer Barack Obama” (”Aliens” duerfen also auch mitmachen…). Und obwohl wir noch 3 Monate warten muessen, wird jetzt schon heftig mit Kreide “Yes we can!” und “Change we can believe in” auf die Stufen diverser Universitaetsgebaeude gemalt und jede Menge Obama-Buttons verteilt. Interessant ist auch die Internetseite der Obama-Campaign. Hat man sich dort angemeldet, kann man sich Telefonnummern von Buergern zuschicken lassen, die in Bundesstaaten wohnen die gerade kurz vor der Wahl stehen (im Moment Virginia, Washington D.C. und Maryland). Zusaetzlich wird einem ein Skript zur Verfuegung gestellt, das man befolgen soll, wenn man diese Menschen anruft. Ich frage mich, wie die an diese Nummern gekommen sind und hoffe keiner missbraucht diese Funktion…

B-Town

Filed under: Dies und Das, Politik — Mathias at 5:37 pm (CET) on Thursday, November 8, 2007

Letztes Wochenende wurde Mark Kruznan, der demokratische Buergermeister Bloomingtons, mit 65% der Stimmen wiedergewaehlt. Die Wahlen zum Stadtrat wurden auch abgehalten: Der setzt sich nun aus neun Demokraten und einem Republikaner zusammen.

Die Gewerkschaft der TV-Serien-Schreiber streikt. Von den Late-Night-Talkshows von David Letterman und Jay Leno und auch von vielen weiteren Shows, die vor einem Live-Publikum gedreht werden, sind im Moment nur noch Wiederholungen zu sehen. Viele andere Serien werden noch vor Weihnachten nicht mehr genuegend Skriptmaterial zur Verfuegung haben und ihre Ausstrahlung einstellen muessen, sollte es nicht zu einer baldigen Einigung kommen.

Bobby Jindal

Filed under: Politik, Meinung — Mathias at 10:18 pm (CET) on Monday, October 22, 2007

Kaum beachtet von den deutschen Medien, die sonst jeden Scheiss Unwichtigkeit aus den USA berichten, von Britney Spears drink-and-drive Eskapaden bis zu merkwuerdigen privaten Kindergaerten in Texas, die einen Vierjaehrigen wegen Busengrapschens nach Hause schicken, wurde letztes Wochenende Bobby Jindal zum Governour von Louisiana gewaehlt. Das ist deshalb bemerkenswert, weil Bobby Jindal Sohn zweier Einwanderer aus Indien ist — er wurde geboren kurz nachdem diese als internationale Studenten in die USA einreisten. Wie sich sicher einige erinnern koennen, gab es vor einigen Wochen den “Skandal” um die Jena 6, der den angeblich weit verbreiteten Rassismus in Louisiana aufdecken sollte. Und auch von der Hurricane Katastrophe in New Orleans wurde in Deutschland mehr im Tone einer rassistischen Tat gegen die afro-amerikanische Bevoelkerung als einer schrecklichen Naturkatastrophe berichtet. Jetzt bin ich mir sicher, dass es Rassismus in Louisiana gibt, so wie man ihn leider in vielen Orten der Welt vorfinden kann und es gibt viel zu tun, jeden Tag. Sicher bin ich mir aber auch, dass ich einen Sohn tuerkischer Einwanderer als Ministerpraesident Mecklenburg-Vorpommerns nicht erleben werde.

Ideas we dislike and fear

Filed under: Dies und Das, Studium, Politik — Mathias at 11:14 pm (CET) on Monday, September 24, 2007

It is consistent with the idea that one should know thine enemies, to have the intellectual and emotional courage to confront the mind of evil and to prepare ourselves to act with the right temperament. In the moment, the arguments for free speech will never seem to match the power of the arguments against, but what we must remember is that this is precisely because free speech asks us to exercise extraordinary self- restraint against the very natural but often counter-productive impulses that lead us to retreat from engagement with ideas we dislike and fear. […] In universities, we have a deep and almost single-minded commitment to pursue the truth. We do not have access to the levers of power. We cannot make war or peace. We can only make minds. And to do this we must have the most full freedom of inquiry.

President Lee C. Bollinger’s Introductory Remarks at SIPA-World Leaders Forum with President of Iran Mahmoud Ahmadinejad

Why Tuesday

Filed under: Dies und Das, Politik — Mathias at 11:03 pm (CET) on Thursday, August 2, 2007

Der Anteil der Wahlberechtigen, die in den USA ihre Stimme abgeben, liegt meist nur bei 50-60 Prozent. Es gibt sicherlich viele Gruende dafuer und man wird sie nicht alle auf die Schnelle beseitigen koennen. Besonders die offensichtlichen, strukturellen Probleme im Wahlvorgang koennte man aber ohne groessere Probleme angehen. Zum Beispiel findet in den USA die Wahl des Praesidenten immer an einem Dienstag im November statt, was auf ein Gesetz aus dem 19. Jahrundert zurueck geht. Damals bewegten sich Amerikaner noch mit Pferd und Esel fort, die meisten waren Bauern und mussten mindestens einen Tag zu den Wahllokalen reisen. Da zu dieser Zeit der sonntaegliche Kirchgang noch eine feste Institution war, legte man also den Wahltag auf einen Dienstag, um den Buergern genug Zeit fuer die An- und Abreise zu verschaffen. Und wie es sich mit der Legislative manchmal verhaelt, ueberlebt das Gesetz dann die Umstaende, fuer die es geschaffen wurde, und verkehrt fast 200 Jahre spaeter seinen Sinn in das Gegenteil.

Diese Gruppe macht sich fuer eine Reform des Wahlsystems der USA stark. Etwas, das ich nur unterstuetzen kann.

Botschafter wider Willen

Filed under: Studium, Politik — Mathias at 5:38 pm (CET) on Tuesday, July 24, 2007

Ich weiss wie schwer es anfangs sein kann, wenn man in ein fremdes Land geht um dort zu studieren. Schon das richtige Erlernen der neuen Sprache ist da nicht immer einfach. Ich hatte ja immer insgeheim befuerchtet, dass ich mich fragen lassen muss ob ich ein Nazi bin, oder wie “das” in Deutschland nur passieren konnte. Kein Wunder, denn in Deutschland grassierten Geschichten von dummen Amerikanern, die meinten Deutschland werde noch immer von Hitler regiert.

Nichts dergleichen passierte und wenn, dann wurde dieses Thema sanft und mit erstaunlichem politischem Hintergrundwissen von Menschen angeschnitten, die ich schon laenger kannte und die einfach interessiert waren. Nie habe ich mir in den USA Vorwuerfe anhoeren oder mich fuer die Geschichte meines Landes oder die Aktionen meiner Regierung rechtfertigen muessen. Immer fuehlte ich mich als ein Individuum, das ausschliesslich fuer sich selbst sprechen durfte — eine Aufgabe, die in einem anderen Land schwer genug sein kann.

Es koennte leider auch anders sein. In Deutschland zum Beispiel.

Globalisierung verpennen

Filed under: Politik, Meinung — Mathias at 6:02 pm (CET) on Tuesday, May 15, 2007

Beim Spiegel hat man jetzt auch bemerkt, dass es angesichts des Verkaufs von Chrysler an eine “Heuschrecke” schon irgendwie komisch ist, wie schweigsam die IG Metall bleibt. Wenn die Gewerkschaften nicht bald aufwachen und von ihrem Status der nationalen Interessenverbaende abruecken, wenn sie es nicht schaffen sich an die existierenden Umstaende anzupassen, sich zu internationalisieren, dann werden sie bald in die voellige Unbedeutsamkeit abrutschen.

Taxi to the dark side

Filed under: Politik — Mathias at 5:53 pm (CET) on Thursday, May 3, 2007

Ich empfehle diesen Artikel ueber einen Film, der in den USA bald herauskommen wird und der sich mit der Nichtachtung von Menschenrechten beschaeftigt, die die Bush-Regierung mit Guantanamo zu verantworten hat. Gutem amerikanischem Journalismus, hauptsaechlich von den Zeitungen mit New York im Namen, sei Dank.

Baden-Wuerttemberg

Filed under: Politik — Mathias at 5:52 pm (CET) on Thursday, April 12, 2007

Wir koennen alles, ausser uns einen halbwegs ertraeglichen Ministerpraesidenten zu waehlen.

Autsch

Zusatz (14. April); In diesem Artikel ist heute folgendes zu lesen:

Georg Brunnhuber, Baden-Wuerttembergs CDU-Landesgruppenchef im Bundestag, lobte Oettingers Worte als “Meisterpruefung“. Die Wirkung fuer die “christlich-konservative Seele” sei nicht zu unterschaetzen, so der Bundestags-Abgeordnete. “Fuer unsere Anhaengerschaft hat er einen ganz, ganz grossen Schritt getan. Er hat ein Tor aufgestossen.” Dem Zentralrat der Juden legte Brunnhuber nahe, sich vorsichtiger ueber Oettinger zu aeussern: “Ueberbordende Kritik des Zentralrats fuehrt eher dazu, dass die Leute sagen, Oettinger hat Recht.

Filbinger, der noch nach der Kapitulation Todesstrafen gegen sogenannte “Deserteure” ausgesprochen hatte, schrieb 1935, in dem Jahr als die Rassegesetze gegen die deutschen Juden verkuendet wurden, in einem Aufsatz ueber das Strafrecht: Erst der “Nationalsozialismus schuf die geistigen Voraussetzungen fuer einen wirksamen Neubau des deutschen Rechts”. Die Volksgemeinschaft sei Blutsgemeinschaft und muesse “rein erhalten und die rassisch wertvollen Bestandteile des deutschen Volkes planvoll vorwaerts entwickelt werden”.

Diese Person nannte Oettinger in seiner Rede einen NS-Gegner und beleidigte damit alle Menschen, die ihr Leben aufs Spiel setzten oder verloren, weil sie den grossen Mut hatten, sich tatsaechlich gegen die Nazis zu stellen. Den Vogel schiesst dann Schuetzenkoenig Georg Brunnhuber ab, der sich darueber freut, dass Oettinger damit ein Tor aufgestossen hat und der den Zentralrat der Juden warnt, keine “ueberbordende Kritik” zu ueben, weil das die Deutschen nur dazu fuehre, die gegenteilige Meinung anzunehmen. Da wird den Juden mal wieder klar gemacht, dass sie den Antisemitismus selbst zu verantworten haben, wenn sie immer so unschuldige deutsche NS-Gegner wie Filbinger kritisieren.

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