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Famous people @ IU

Filed under: Dies und Das, Studium — Mathias at 8:25 pm (CET) on Saturday, October 27, 2007

Ich moechte kurz von zwei anderen Besuchen beruehmter Persoenlichkeiten berichten, die ich kuerzlich erleben durfte: Saul Kripke und Andre Watts. Ersterer ist der wohl einflussreichste lebende Logiker und Philosoph der Sprache. Als Teenager arbeitete er an einer Semantik fuer die Modallogik — jeder der Modelltheorie gelesen hat, kennt seinen Namen. In der Pressemitteilung der Indiana Universitaet ist folgendes zu lesen:

“In many circles, Mr. Kripke . . . is thought to be the world’s greatest living philosopher, perhaps the greatest since Wittgenstein,” said a 2006 profile in the New York Times. It said Kripke was “actually superior to Wittgenstein” in that he accomplished some of his most significant work while still in high school.

Die Bemerkung Kripke sei Wittgenstein ueberlegen, da er seine Entdeckungen in juengeren Jahren machte, ist natuerlich Bloedsinn, dennoch ist der Artikel in der New York Times lesenwert. Die Rede war dann auch extrem unterhaltsam, weniger wegen ihres Inhalts — ich und auch viele Kollegen mit denen ich spaeter sprach konnten ihm weder akkustisch noch inhaltlich folgen — als aufgrund seines Auftretens. Haette man ihm eine rote Muetze aufgesetzt und “Santa Claus Is Coming To Town” gespielt, ich bin mir sicher die Anwesenden haetten ihre Weihnachtswuensche spontan auf einen Zettel notiert und ihm zugesteckt. Herr Kripke hatte sogar einen Einkaufsstoffbeutel dabei, den er aber nicht mit Geschenken, sondern seinen Notizen gefuellt hatte — Notizen, die selbst er beizeiten nicht zu entziffern vermochte. Auch dass er einen persoenlichen Betreuer braucht, der sich stets um ihn kuemmert und aufpasst, dass er nicht verloren geht, passt da ins Bild. Kurzum, der archetypische, hyperintelligente und extrem zerstreute Professor war den Besuch auf jeden Fall wert.

Gleiches gilt fuer das Klavierkonzert Andre Watts, der das erste mal als Professor der Indiana University in Bloomington spielte. Ihm zu folgen war jedoch weit weniger schwierig. Andre Watts kommuniziert in einer Sprache, die jeder versteht.

Dalai Lama in Bloomington

Filed under: Dies und Das — Mathias at 7:21 pm (CET) on Thursday, October 25, 2007
dalailama_shrine.jpgDer Dalai Lama ist gerade mal wieder in Bloomington. Jedes mal wenn er die USA bereist, besucht er auch hier seinen Bruder Thubten Norbu, der emeritierter Professor an der Indiana University ist. Dieser gruendete das tibetisch-mongolisch buddhistische Kulturzentrum, das Bloomington, zusammen mit dem Kloster und mehreren tibetischen Restaurants, zu einer Art buddhistischen Hochburg Amerikas macht.

Hier ist das recht eindrucksvolle “Programm” zu sehen und ich werde mehr berichten, sollte ich die Zeit finden und eine der Reden besuchen koennen. Das Foto zeigt einen der Schreine im Tempel des Kulturzentrums und wurde nicht von mir geschossen.

Bierfest 2007

Filed under: Dies und Das — Mathias at 12:00 am (CET) on Tuesday, October 23, 2007

Letztes Wochenende war das jaehrliche Bierfest (ja, das heisst wirklich so) in Bloomington. Fuer 25$ boten 100 verschiedene Unternehmen ca. 1000 verschiedene Biersorten an (einige mehr als 10 verschiedene, von Himbeerbier bis Indian Pale Ale) und man konnte soviel trinken wie man mochte. Die lokalen Brauereien aus Bloomington haben es mir besonders angetan, wobei wir dann doch die meiste Zeit bei den deutschen Brauereien Weizenbier tranken.

War lustig und 3 Stunden Dauerprobieren war dann auch genug…

Jason und Bill1500Jen and MeghanCrazyNach 3 Stunden

Bobby Jindal

Filed under: Politik, Meinung — Mathias at 10:18 pm (CET) on Monday, October 22, 2007

Kaum beachtet von den deutschen Medien, die sonst jeden Scheiss Unwichtigkeit aus den USA berichten, von Britney Spears drink-and-drive Eskapaden bis zu merkwuerdigen privaten Kindergaerten in Texas, die einen Vierjaehrigen wegen Busengrapschens nach Hause schicken, wurde letztes Wochenende Bobby Jindal zum Governour von Louisiana gewaehlt. Das ist deshalb bemerkenswert, weil Bobby Jindal Sohn zweier Einwanderer aus Indien ist — er wurde geboren kurz nachdem diese als internationale Studenten in die USA einreisten. Wie sich sicher einige erinnern koennen, gab es vor einigen Wochen den “Skandal” um die Jena 6, der den angeblich weit verbreiteten Rassismus in Louisiana aufdecken sollte. Und auch von der Hurricane Katastrophe in New Orleans wurde in Deutschland mehr im Tone einer rassistischen Tat gegen die afro-amerikanische Bevoelkerung als einer schrecklichen Naturkatastrophe berichtet. Jetzt bin ich mir sicher, dass es Rassismus in Louisiana gibt, so wie man ihn leider in vielen Orten der Welt vorfinden kann und es gibt viel zu tun, jeden Tag. Sicher bin ich mir aber auch, dass ich einen Sohn tuerkischer Einwanderer als Ministerpraesident Mecklenburg-Vorpommerns nicht erleben werde.

Durchbruch im Schwimmbadclub

Filed under: Musik — Mathias at 4:42 pm (CET) on Friday, October 12, 2007

Die Frage “wann habt ihr gemerkt, dass ihr es geschafft habt?” laesst sich so beantworten: Im Oktober 1992 spielten wir im “Schwimmbad-Club” in Heidelberg. Wir waren auf einer Mini-Tour. Unser Song “Die Da” war schon eine Zeit lang veroeffentlicht, stieg auf Platz 92 in die Top 100 der Hitparade ein, flog wieder raus, stieg dann wieder rein und kletterte langsam nach oben. Als wir in Heidelberg spielten, war er auf Platz 2. Der Club war schon rappelvoll, ungefaehr 500 Leute warteten auf unseren Auftritt. Wir guckten zufaellig aus dem Fenster - und da standen immer noch 1500 Menschen in der Schlange. Viel zu viele, die konnten unmoeglich alle in den Laden reinkommen. Ein warmes, aufgeregtes Gefuehl durchwehte uns: Die wollen zu uns! Jetzt ist sie da, die Anerkennung. Wir haben ein Publikum, und wir haben es geschafft.

Den kompletten Beitrag gibt es hier.

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