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Obama '08

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Obamamania

Filed under: Dies und Das, Politik — Mathias at 5:23 am (CET) on Friday, May 2, 2008

Obama besuchte gestern Bloomington und hielt eine Rede in der Basketballhalle der Universitaet. Ich wusste ja schon, dass er ein sehr inspirierender Redner ist, aber ihn “live” zu sehen beeindruckte mich nochmal mehr. Wenn alles gut geht, koennte einer der schlechtesten von einem der besten Praesidenten der USA abgeloest werden. Daumen druecken und auf die Bilder hier, wenn ihr mehr sehen wollt.Change we can believe inSpin-CityGrace und ichObamaSoul-Fuel

Erdbeben in Indiana

Filed under: Dies und Das — Mathias at 3:02 pm (CET) on Friday, April 18, 2008

eqmap_04182008.gifLetzte Nacht um ca. 5:40 ET wachte ich auf und bemerkte wie das ganze Haus wackelte. Es fuehlte sich ungefaehr so an, wie wenn man in einem Reisebus sitzt und ueber kleinere Schlagloecher faehrt. Das ganze dauerte ca. 10 Sekunden. Interessant war auch wie still es waehrend des Bebens war und wie laut die Voegel danach anfingen zu zwitschern. Heute morgen habe ich mir einige Webseiten angeschaut, die seismische Aktivitaet aufzeichnen. Und tatsaechlich, das Erdbeben war eine 5.4 auf der Richterskala, wobei das Epizentrum nur ca. 50-100 Kilometer suedwestlich von Bloomington lag. CNN berichtet jetzt auch darueber. Zum Glueck gibt es keine Verletzten und nur einige kleinere Sachschaeden. Ich habe schon einmal ein Erdbeben in Freiburg miterlebt, das war aber wesentlich schwaecher. Mehr Informationen zu dem Beben gibt es unter der folgenden Webseite (die Uhrzeit auf den zwei Karten ist nicht die Erdbebenzeit, sondern die Zeit des Downloads der Karten):

Eintrag der Beben
Karte des Bebens lokalisiert in den USA
Karte des Bebens lokalisiert in Indiana
Aufzeichnungen der Station in Bloomington

Little 500

Filed under: Musik, Studium, Sport — Mathias at 5:50 pm (CET) on Tuesday, April 15, 2008

Das “Little 500″ Fahrrad-Rennen ist eine Tradition in Bloomington, die seit 1951 den Beginn des Fruehlings und das Ende eines weiteren akademischen Jahres einlaeutet. Der Name ist eine Ableitung des Wortes “Indy 500″, dem grossen Autorennen in Indianapolis, das 500 Runden umfasst. Jeder Student kann sich als Fahrer anmelden und die meisten haben zuvor noch nie an einem professionellen Rennen teilgenommen. Eine Besonderheit ist unter anderem der Fahrerwechsel. Jedes Team hat vier Fahrer und es werden 200 Runden gefahren (entspricht etwa 80 Kilometer). Nach hoechstens 20 Runden findet dann der erste “fliegende” Wechsel statt: Der Fahrer muss das einzige Teamfahrrad an seinen Nachfolger so schnell wie moeglich uebergeben. Eine genauere Beschreibung des Rennens gibt es bei Wikipedia.

Fuer Studenten wie mich ist diese Tradition eine schoene Sache, weil immer eine bekannter Kuenstler nach Bloomington kommt. Dieses Jahr war es Feist und ich ergatterte mit Grace und einigen Freunden Tickets fuer die Show. Barack Obama kam uebrigens ueberraschend zu dem Fahrrad-Rennen der Frauen, das am Freitag stattfand. Leider habe ich ihn damit verpasst. Geruechten zufolge soll er aber noch einmal nach Bloomington kommen.

Politics and Sports

Filed under: Politik, Sport — Mathias at 3:18 am (CET) on Monday, April 7, 2008

Indiana rueckt immer mehr ins Zentrum des Kopf an Kopf Rennens zwischen Barack Obama und Hillary Clinton. Letze Woche kamen Bill Clinon und seine Tochter nach Bloomington und heute hielt Dave Matthews ein Konzert mit freiem Eintritt ab, um Obama zu unterstuetzen und um Studenten zu motivieren sich fuer die Wahl “anzumelden”. Um an den Vorwahlen teilnehmen zu koennen, muessen sich die Buerger in Indiana bis zum 7. April registrieren lassen, da es in den USA so etwas wie ein Anwohnermeldeamt nicht gibt. Geruechten zufolge werden Barack Obama und Hillary Clinton Bloomington noch mindestens einmal besuchen. Indiana ist zum ersten Mal seit 40 Jahren wieder eine wichtige Stimme im Rennen um die Praesidentschaftskandidatur der demokratischen Partei.

Auch im Sport gibt es gute Nachrichten: Dirk Nowitzki spielt wieder (nach nur vier Ausfaellen!) und die Mavs schlugen heute in einem spannenden Spiel die Suns, nachdem sie am Donnerstag fast gegen die Lakers gewonnen hatten. Wenn es so weiter geht, werden sie die “Play-Offs” sicher erreichen.

Nowitzki verletzt

Filed under: Sport — Mathias at 4:39 am (CET) on Monday, March 24, 2008

Der Sturz sah gar nicht gut aus. (Siehe auch den SPON Artikel.) Im schlimmsten Fall faellt Dirk fuer den Rest der Saison aus. Die Mavs haben jetzt schon das dritte Spiel in Serie verloren und befinden sich auf dem siebten Tabellenplatz der Western Conference. Und es sind noch 13 Begegnungen zu spielen, darunter gegen Mannschaften wie die Lakers und Suns. Auch “March Madness”, also die Endrunde des College Basketball, verlaeuft enttaeuschend: Mit Indiana, Purdue und Butler sind alle Teams aus der Region ausgeschieden. Mein Favorit ist jetzt das Team der University of North Carolina (Jordans alma mater).

Update: Am Montag wurde eine mittelschwere Fussgelenks- und Knieverstauchung diagnostiziert. Nowitzki selbst hofft auf ein Comeback in zwei Wochen, nur eine Woche vor dem Ende der regulaeren Saison.

Doktortitel

Filed under: Studium — Mathias at 6:19 am (CET) on Sunday, March 16, 2008

Dieser Artikel im Spiegel zeigt zum einen, dass noch viel zu tun ist, um die deutschen Universitaeten von den buerokratischen Auswuechsen alter Tage zu befreien, aber zum anderen, dass es heute auch den Willen dazu gibt wie nie zuvor. Noch vor 5 Jahren haette dieses Problem zu ewigen Diskussionen und Beschwerden deutscher Doktoren gefuehrt, da bin ich mir sicher. Das Habilitationswesen ist hoffentlich als naechstes dran…

Folgender Beschluss wurde also letzen Donnerstag auf der Kultusminsiterkonferenz erlassen:

Inhaber des Doktorgrades “Doctor of Philosophy” — Abk.: “Ph.D ” von Universitaeten der sog. Carnegie-Liste der Vereinigten Staaten von Amerika koennen anstelle der im Herkunftsland zugelassenen oder nachweislich allgemein ueblichen Abkuerzung die Abkuerzung “Dr.” jeweils ohne fachlichen Zusatz und Herkunftsbezeichnung fuehren.

Where every four years happens

Filed under: Sport — Mathias at 8:56 pm (CET) on Friday, February 29, 2008
Der obligatorische Eintrag am 29. Februar. Gestern spielten mal wieder die Spurs gegen die Mavs (in San Antonio). Leider verloren Dirk und Co. knapp mit drei Punkten, spielten aber sehr gut. Jason Kidd machte einen guten Eindruck (mehr als 10 Assists) und scheint voll integriert zu sein. Ganz nett fand ich auch den unten verlinkten Werbefilm, der waehrend des Spiels mehrmals gezeigt wurde.

Where amazing happens

Primary Elections

Filed under: Studium, Politik — Mathias at 11:51 pm (CET) on Monday, February 11, 2008
ObamaObwohl Indiana erst am 6. Mai an der Reihe ist, haben sich an der Uni schon viele Studenten in Wahlgemeinschaften zusammen geschlossen. Ich bin zum Beispiel in der Gruppe “IU Studenten fuer Barack Obama” (”Aliens” duerfen also auch mitmachen…). Und obwohl wir noch 3 Monate warten muessen, wird jetzt schon heftig mit Kreide “Yes we can!” und “Change we can believe in” auf die Stufen diverser Universitaetsgebaeude gemalt und jede Menge Obama-Buttons verteilt. Interessant ist auch die Internetseite der Obama-Campaign. Hat man sich dort angemeldet, kann man sich Telefonnummern von Buergern zuschicken lassen, die in Bundesstaaten wohnen die gerade kurz vor der Wahl stehen (im Moment Virginia, Washington D.C. und Maryland). Zusaetzlich wird einem ein Skript zur Verfuegung gestellt, das man befolgen soll, wenn man diese Menschen anruft. Ich frage mich, wie die an diese Nummern gekommen sind und hoffe keiner missbraucht diese Funktion…

Academic Genealogy - Mind the gap

Filed under: Mind the gap, Studium — Mathias at 1:17 am (CET) on Tuesday, February 5, 2008

Gottfried Wilhelm Leibniz - Jacob Bernoulli - Johann Bernoulli - Leonhard Euler - Joseph Louis Lagrange - Simeon Denis Poisson - Michel Chasles - Hubert Anson Newton - Eliakim Hastings Moore - Oswald Veblen - Alonzo Church - Hartley Rogers, Jr. - Patrick Carl Fischer - Dirk Van Gucht - Mathias Niepert

:-)

B-Town

Filed under: Dies und Das, Politik — Mathias at 5:37 pm (CET) on Thursday, November 8, 2007

Letztes Wochenende wurde Mark Kruznan, der demokratische Buergermeister Bloomingtons, mit 65% der Stimmen wiedergewaehlt. Die Wahlen zum Stadtrat wurden auch abgehalten: Der setzt sich nun aus neun Demokraten und einem Republikaner zusammen.

Die Gewerkschaft der TV-Serien-Schreiber streikt. Von den Late-Night-Talkshows von David Letterman und Jay Leno und auch von vielen weiteren Shows, die vor einem Live-Publikum gedreht werden, sind im Moment nur noch Wiederholungen zu sehen. Viele andere Serien werden noch vor Weihnachten nicht mehr genuegend Skriptmaterial zur Verfuegung haben und ihre Ausstrahlung einstellen muessen, sollte es nicht zu einer baldigen Einigung kommen.

Famous people @ IU

Filed under: Dies und Das, Studium — Mathias at 8:25 pm (CET) on Saturday, October 27, 2007

Ich moechte kurz von zwei anderen Besuchen beruehmter Persoenlichkeiten berichten, die ich kuerzlich erleben durfte: Saul Kripke und Andre Watts. Ersterer ist der wohl einflussreichste lebende Logiker und Philosoph der Sprache. Als Teenager arbeitete er an einer Semantik fuer die Modallogik — jeder der Modelltheorie gelesen hat, kennt seinen Namen. In der Pressemitteilung der Indiana Universitaet ist folgendes zu lesen:

“In many circles, Mr. Kripke . . . is thought to be the world’s greatest living philosopher, perhaps the greatest since Wittgenstein,” said a 2006 profile in the New York Times. It said Kripke was “actually superior to Wittgenstein” in that he accomplished some of his most significant work while still in high school.

Die Bemerkung Kripke sei Wittgenstein ueberlegen, da er seine Entdeckungen in juengeren Jahren machte, ist natuerlich Bloedsinn, dennoch ist der Artikel in der New York Times lesenwert. Die Rede war dann auch extrem unterhaltsam, weniger wegen ihres Inhalts — ich und auch viele Kollegen mit denen ich spaeter sprach konnten ihm weder akkustisch noch inhaltlich folgen — als aufgrund seines Auftretens. Haette man ihm eine rote Muetze aufgesetzt und “Santa Claus Is Coming To Town” gespielt, ich bin mir sicher die Anwesenden haetten ihre Weihnachtswuensche spontan auf einen Zettel notiert und ihm zugesteckt. Herr Kripke hatte sogar einen Einkaufsstoffbeutel dabei, den er aber nicht mit Geschenken, sondern seinen Notizen gefuellt hatte — Notizen, die selbst er beizeiten nicht zu entziffern vermochte. Auch dass er einen persoenlichen Betreuer braucht, der sich stets um ihn kuemmert und aufpasst, dass er nicht verloren geht, passt da ins Bild. Kurzum, der archetypische, hyperintelligente und extrem zerstreute Professor war den Besuch auf jeden Fall wert.

Gleiches gilt fuer das Klavierkonzert Andre Watts, der das erste mal als Professor der Indiana University in Bloomington spielte. Ihm zu folgen war jedoch weit weniger schwierig. Andre Watts kommuniziert in einer Sprache, die jeder versteht.

Dalai Lama in Bloomington

Filed under: Dies und Das — Mathias at 7:21 pm (CET) on Thursday, October 25, 2007
dalailama_shrine.jpgDer Dalai Lama ist gerade mal wieder in Bloomington. Jedes mal wenn er die USA bereist, besucht er auch hier seinen Bruder Thubten Norbu, der emeritierter Professor an der Indiana University ist. Dieser gruendete das tibetisch-mongolisch buddhistische Kulturzentrum, das Bloomington, zusammen mit dem Kloster und mehreren tibetischen Restaurants, zu einer Art buddhistischen Hochburg Amerikas macht.

Hier ist das recht eindrucksvolle “Programm” zu sehen und ich werde mehr berichten, sollte ich die Zeit finden und eine der Reden besuchen koennen. Das Foto zeigt einen der Schreine im Tempel des Kulturzentrums und wurde nicht von mir geschossen.

Bierfest 2007

Filed under: Dies und Das — Mathias at 12:00 am (CET) on Tuesday, October 23, 2007

Letztes Wochenende war das jaehrliche Bierfest (ja, das heisst wirklich so) in Bloomington. Fuer 25$ boten 100 verschiedene Unternehmen ca. 1000 verschiedene Biersorten an (einige mehr als 10 verschiedene, von Himbeerbier bis Indian Pale Ale) und man konnte soviel trinken wie man mochte. Die lokalen Brauereien aus Bloomington haben es mir besonders angetan, wobei wir dann doch die meiste Zeit bei den deutschen Brauereien Weizenbier tranken.

War lustig und 3 Stunden Dauerprobieren war dann auch genug…

Jason und Bill1500Jen and MeghanCrazyNach 3 Stunden

Bobby Jindal

Filed under: Politik, Meinung — Mathias at 10:18 pm (CET) on Monday, October 22, 2007

Kaum beachtet von den deutschen Medien, die sonst jeden Scheiss Unwichtigkeit aus den USA berichten, von Britney Spears drink-and-drive Eskapaden bis zu merkwuerdigen privaten Kindergaerten in Texas, die einen Vierjaehrigen wegen Busengrapschens nach Hause schicken, wurde letztes Wochenende Bobby Jindal zum Governour von Louisiana gewaehlt. Das ist deshalb bemerkenswert, weil Bobby Jindal Sohn zweier Einwanderer aus Indien ist — er wurde geboren kurz nachdem diese als internationale Studenten in die USA einreisten. Wie sich sicher einige erinnern koennen, gab es vor einigen Wochen den “Skandal” um die Jena 6, der den angeblich weit verbreiteten Rassismus in Louisiana aufdecken sollte. Und auch von der Hurricane Katastrophe in New Orleans wurde in Deutschland mehr im Tone einer rassistischen Tat gegen die afro-amerikanische Bevoelkerung als einer schrecklichen Naturkatastrophe berichtet. Jetzt bin ich mir sicher, dass es Rassismus in Louisiana gibt, so wie man ihn leider in vielen Orten der Welt vorfinden kann und es gibt viel zu tun, jeden Tag. Sicher bin ich mir aber auch, dass ich einen Sohn tuerkischer Einwanderer als Ministerpraesident Mecklenburg-Vorpommerns nicht erleben werde.

Durchbruch im Schwimmbadclub

Filed under: Musik — Mathias at 4:42 pm (CET) on Friday, October 12, 2007

Die Frage “wann habt ihr gemerkt, dass ihr es geschafft habt?” laesst sich so beantworten: Im Oktober 1992 spielten wir im “Schwimmbad-Club” in Heidelberg. Wir waren auf einer Mini-Tour. Unser Song “Die Da” war schon eine Zeit lang veroeffentlicht, stieg auf Platz 92 in die Top 100 der Hitparade ein, flog wieder raus, stieg dann wieder rein und kletterte langsam nach oben. Als wir in Heidelberg spielten, war er auf Platz 2. Der Club war schon rappelvoll, ungefaehr 500 Leute warteten auf unseren Auftritt. Wir guckten zufaellig aus dem Fenster - und da standen immer noch 1500 Menschen in der Schlange. Viel zu viele, die konnten unmoeglich alle in den Laden reinkommen. Ein warmes, aufgeregtes Gefuehl durchwehte uns: Die wollen zu uns! Jetzt ist sie da, die Anerkennung. Wir haben ein Publikum, und wir haben es geschafft.

Den kompletten Beitrag gibt es hier.

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